Holunderblüten Sirup
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Die Holunder (Sambucus) bilden eine Gattung in der Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae). Die Gattung enthält weltweit etwa 20 bis 30 Arten, von denen drei in Mitteleuropa heimisch sind. Am bekanntesten von diesen drei Arten ist der Schwarze Holunder, der im heutigen Sprachgebrauch meist verkürzt als „Holunder“ bezeichnet wird. Daneben gibt es den ebenfalls strauchförmigen Roten Holunder und den staudenförmigen Attich oder Zwergholunder. Die Arten wachsen im gemäßigten bis subtropischen Klima und in höheren Lagen von tropischen Gebirgen. [1]
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[Bearbeiten] Etymologie
Seine Früchte bezeichnet man auch als Fliederbeeren, was auf seinen lange in Deutschland gebräuchlichen Namen „Flieder“ zurückzuführen ist, der erst spät auf den heutigen Flieder (Syringa) überging. Der Name Holunder leitet sich möglicherweise aus der nordischen Mythologie ab, wo der Strauch mit der Unterweltgöttin Frau Holle (vgl. Hel) in Verbindung gebracht wurde. Alternative Vorschläge verweisen auf „hohl“, da sich das Mark leicht entfernen lässt. [2]
[Bearbeiten] Volksglaube
Dem Holunderstrauch wurden sowohl unheilvolle als auch positive Eigenschaften nachgesagt. Das Verdorren eines Strauches zeigte den Tod eines Familienmitglieds an. Andererseits galt er als Abwehrmittel gegen schwarze Magie und Hexen, schützte vor Feuer und Blitzeinschlag und man sollte unter ihm vor Schlangenbissen und Mückenstichen sicher sein. Auch beherbergte er wohlgesinnte Hausgeister, was den Strauch in vielen Hausgärten heimisch werden ließ und zu dem Spruch führte, dass man vor einem Hollerbusch den Hut ziehen müsse.
Der unangenehme Geruch des Laubes soll daher kommen, dass sich Judas an einem Holunderbaum erhängt haben soll.[2]
[Bearbeiten] Rezepte
Ingredienzen:
- ca. 10 grosse Blütendolden auf ein Liter Wasser pflücken
- pro Liter Sirup etwa ein kilo Zucker
- optional 20g Zitronensäure, oder geriebene Zitronenschalen
[Bearbeiten] ohne Kochen der Pollen
- Wasser mit dem Zucker kochen, so dass sich der Zucker auflöst. Zur besseren Konservierung kann auch geriebende Zitronenschale beigefügt werden.
- mit dem etwas abgekühlem Zuckerwasser die Dolden übergiessen
- 12 - 24 Stunden zugedeckt stehen lassen
- absieben (bspw. durch ein Leinentuch)
- in sterile Flaschen abfüllen und im kühlen Lagern
[Bearbeiten] Absud
- die frischen Blüten mit Wasser übergiessen
- 24 - 48 Stunden stehen lassen (kann auch an die Sonne gestellt werden).
- Absieben
- unter ständigem Rühren kurz aufkochen
- in sterile Flaschen abfüllen

